100 Bücher – Nr. 1 – Das Glasperlenspiel

Buch Nr. 1 auf meiner Liste ist Das Glasperlenspiel (zum Kaufen – klick!) von Hermann Hesse.

Zunächst erstmal einen Dank an Alex, der mich mit seiner Empfehlung überhaupt erst darauf gebracht hat eine Bücherliste anzulegen und der mir gleich mal eine große Hürde aufgestellt hat. Immerhin liegt das Buch schon seit 2012 auf meinem „zu lesen“ Stapel.

Das Glasperlenspiel

Das Glasperlenspiel

Zugegeben, ich hatte kurz vorher Siddhartha. Eine indische Dichtung (zum Kaufen – klick!) gelesen, ich fand das ein ganz besonders schönes Buch und habe daher beschlossen, ich könnte mal wieder einen Versuch mit dem Glasperlenspiel wagen, aber Siddhartha fiel mir bedeutend leichter. Besonders die Einführung in das Glasperlenspiel fand ich sehr mühsam zu lesen, weil man noch nicht zuordnen kann, worauf der Autor hinaus will. Hat man diese Hürde genommen, ist die Entwicklung des Magister Ludi Josef Knecht wirklich interessant zu lesen.

Nun bin ich ja kein Literaturkritiker und ich halte nicht viel davon, alles mögliche in Bücher hinein zu interpretieren. Da muss jeder selbst sehen, was er in einem Buch liest. Außerdem gibt es gerade zum Glasperlenspiel schon eine ganze Reihe an Rezensionen, auf die man im Internet zurückgreifen kann.

Also beschränke ich mich auf den Inhalt und mein persönliches Lesegefühl.

Es wird das Leben des Glasperlenspielmeisters Josef Knecht erzählt, von seinen frühsten Schuljahren bis zu seinem Tod. Josef macht verschiedene Schritte der Erweckung durch und folgt dabei auch immer seinem Herzen. Er ist auf der einen Seite ein sehr angepasster Student und später Glasperlenspielmeister und erfüllt genau seine Pflicht, aber auf der anderen Seite ist er nicht so angepasst, wie es scheint und legt die Gesetze zu seinem Vorteil aus. Und hier wird die Sache spannend. Er setzt am Ende seine eigenen Bedürfnisse, die es eigentlich nicht geben dürfte in der unpersönlichen Welt der Pflichterfüllung, durch. Und scheitert daran?

Das Glasperlenspiel ist eine Utopie. Der Sieg des Geistes über das materielle, gewaltsame, feuilletonistische Zeitalter, wie es häufig beschrieben wird und was bei Hesse vermutlich die Zeit des Nazinalsozialismus darstellt, mit allen seinen Schrecken. Aber hier sind wir schon wieder bei der Interpretation.

Das Buch hat durchaus seine Längen. Auch wenn es als das wichtigste Werk Hesses gilt, so hat mir doch Siddartha viel besser gefallen. Für mich persönlich war die Entwicklung Siddarthas besser nachzuvollziehen, als die von Josef Knecht. Trotzdem habe ich das Buch gerne gelesen.

zweimal Hesse

zweimal Hesse

Ich weiß nicht, ob man es unbedingt gelesen haben muss (Alex würde hier sicherlich heftig eingreifen und sagen, dass man es am besten mehrmals gelesen haben sollte 😉 ), aber ein schönes Buch ist es auf alle Fälle. Und vielleicht lese ich es irgendwann nochmal und verstehe ein Stück mehr davon.

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