Da ich einen schwedischen Vornamen habe, durfte ich mit meiner Freundin zu einem ganz kurzen Ausflug nach Stockholm fliegen. Sie hatte da irgendwas zu tun, was mich nicht interessiert hat, aber fliegen tue ich gerne
.
Aber von Anfang an. Der erste Teil des Fluges war recht wolkig, so dass man gar nichts sehen konnte. Da ich aber Wolken gerne hab, habe ich trotzdem ganz viel aus dem Fenster gesehen.
Dann kamen die Damen mit einem Corny Müsliriegel und da ich so gerne Süßes esse, hat mir meine Freundin erlaubt, ihn ganz alleine zu essen.
In Hamburg haben wir einen Zwischenstopp gemacht.
Und ich habe mir die ganzen Flugzeuge angesehen, die dort so herumstehen. Beim Start konnte man sogar am Anfang ein bißchen was sehen.
Die Aussicht verschwand aber gleich wieder unter neuen Wolken. Also blieb nichts anderes übrig als sich wieder dem Essen zu widmen.
Der “Hühnchen-Wickel” war aber nicht nach meinem Geschmack. Ganz viele Sprossen unter denen man das Hühnchen suchen mußte, ganz schlecht gewürzt und ein bißchen Papp-/Papiergeschmack. Bäh… ich hab das meiste meiner Freundin gegeben, der hat der Wrap aber auch nicht geschmeckt.
Da haben wir lieber noch etwas getrunken. Ich hab ein Wasser bekommen und meine Freundin hat sich einen Kaffee gegönnt. Die Flugbegleiterin wollte gar nicht weiter gehen, die war ganz begeistert von mir und hat noch ihre Kollegin geholt um mich ihr zu zeigen. Das fand ich lustig. Aber vielleicht gibt es nicht so viele Bären, die schon wissen, was sie auf dem Flug trinken wollen?
Naja, jedenfalls sind wir irgendwann in Arlanda gelandet und von dort aus mit dem Bus nach Stockholm gefahren. Davon habe ich aber nicht viel mitbekommen, ich war ganz schön müde.
In Stockholm haben wir im Collector’s Lord Nelson Hotel übernachtet. Das ist ein winziges – angeblich das schmalste Hotel Schwedens – Hotel auf Gamla Stan. Sehr nett gelegen, aber wären wir nicht mit dem Taxi hingefahren, wir hätten es wahrscheinlich nicht gefunden.
Der junge Mann – er hieß wohl Oskar, denn eine amerikanische Gästin im pinken, kurzen Nachthemd, nannte ihn so – an der Rezeption war ausgesprochen nett. Ich hab ein tolles Zimmer bekommen.
Und das Bett war sehr gemütlich und ich habe prima geschlafen. Das Bad allerdings war äußerst klein. Für mich jetzt nicht so das Problem, aber ich denke mir, dass ein großer, dicker Mensch wohl so seine Probleme gehabt hätte, sich ganz unter die Dusche zu stellen
Aber meine Freundin soll noch über das Hotel berichten. Vielleicht hat sie ja noch etwas mehr zu erzählen.
Nachdem ich meine Tasche ausgepackt hatte, bin ich mit meiner Freundin in die Stadt gegangen. Wir haben einen Elchmagnet für unseren Kühlschrank als Erinnerung gekauft und sind zum Essen gegangen. Ich hatte eigentlich nicht schon wieder Hunger, deshalb hab ich mir nur ein “Öl” bestellt.
Nach dem Essen sind wir wieder ins Hotel gegangen. Dort ist mir das Bild von Prinzessin Victoria von Schweden und ihrem Gemahl aufgefallen. Hat der Prinz Daniel nicht sonst immer so eine schwarze Brille?
Aber wenn man fotografiert wird, muß man ja selbst nichts sehen
In der Lobby mußte ich dann noch ein Bier, äh Öl, trinken. Das war ein bißchen viel für mich kleinen Bären. Jedenfalls war ich bald doll müde und wollte nur noch schlafen.
Den nächsten Tag hatte meine Freundin keine Zeit für mich. Also habe ich mir ihr Schwedisch-Lexikon geschnappt und versucht, mich ein wenig weiter zu bilden.
Gerade als das Lesen ganz gut ging, kam meine Freundin wieder und wir mußten zurück fliegen. Schade, ich wäre gerne noch etwas geblieben und hätte meine neu erworbenen Schwedischkenntnisse ausprobiert.
Mit einem letzten Blick auf Schweden ging es also wieder Richtung Heimat. Die Schweden sind etwas komisch. Im Flugzeug bekommt man nur gegen Geld etwas zu Essen und zu Trinken, also haben wir unsere letzten schwedischen Kronen zusammengekratzt und mir ein Wasser gekauft.
Ich hab aber meine Freundin auch mal trinken lassen.
Da es wieder nichts zu sehen gab, habe ich meine Schwedischkenntnisse benützt, um noch etwas Zeitung zu lesen.
Nach dem Umsteigen in Düsseldorf saß meine Freundin am Notausstieg, das war zwar für sie ganz toll, weil sie so viel Platz hatte, aber ich durfte nicht bei ihr sitzen. Ich hab also den Rest des Fluges im Handgepäckfach verschlafen.
Trotzdem war das mal wieder ein ganz lustiger Ausflug.
















Den Hühnchen-Wrap hatte ich auch schon mal. Ich fand ihn jetzt nicht gar so schlimm, auch wenn das Ding keine Offenbarung war.
Ich bin schon auf den Hotel-Bericht Deiner Freundin gespannt.
Dein Wrap sah aber auch irgendwie besser aus… ich meine, man konnte ihn ja essen, aber lecker ist anders.
Ich werde meine Freundin pieksen, dass sie den Artikel zum Hotel bald schreibt